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06.02.2012
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Tokio-Marathon mit Tsunami-Warnung und Rekordfeld

Trotz Temperaturen von knapp über dem Gefrierpunkt, Regen, der später in Schnee überging, und obendrein noch eine Tsunami-Warnung ist der Tokio-Marathon so gefragt wie kein anderes Rennen auf der Welt: Die unglaubliche Zahl von 272.134 Läufern bewarben sich in Tokio um eine Startnummer. 32.000 Läufern erhielt schließlich eine Startzusage. Tokio hat ganz klar das Potenzial, eines Tages zum größten Marathonrennen der Welt zu werden.

 

 Siegte schon 2005 in Frankfurt und war nun auch
in Tokio de Nummer eins: Alevtina Biktimirova

Das extreme Wetter hatte natürlich entsprechende Auswirkungen auf die Rennen der Eliteläufer. Masakazu Fujiwara gewann in 2:12:19 Stunden. Er ist der erste Japaner, der beim neuen Tokio-Marathon triumphierte. Platz zwei belegte Arata Fujiwara mit 2:12:34 Stunden, Dritter wurde Atsushi Sato in 2:12:35 Stunden. Die Japaner belegten die ersten fünf Plätze. Offenbar kamen die stark eingeschätzten Afrikaner mit den extremen Bedingungen nicht zurecht. Rachid Kisri (Marokko) war als Siebter in 2:12:59 Stunden der beste.

 „Da es so kalt war, war mir klar, dass es nicht möglich sein würde, eine schnelle Zeit zu laufen. Deswegen habe ich mich darauf konzentriert, das Rennen zu gewinnen", erklärte Masakazu Fujiwara, der in Japan 2003 für Furore gesorgt hatte, als er bei seinem Debüt den Lake Biwa-Marathon in 2:08:12 Stunden gewonnen hatte. Es ist die bis heute schnellste Debüt-Zeit eines Japaners. Danach stoppten ihn Verletzungen in der Folge von zu hartem Training.

2:06 Stunden im Visier
Doch in Tokio meldete sich Masakazu Fujiwara nun eindrucksvoll zurück. Bei Kilometer 33 hatte er kurzzeitig das Tempo an der Spitze forciert. Dann ließ sich der Japaner wieder etwas zurückfallen, um dann zwei Kilometer vor dem Ziel entscheidend anzugreifen. „Dies war genau mein Taktikplan", erklärte Fujiwara, der sich zutraut, zukünftig rund sechs Minuten schneller zu laufen - wenn die Bedingungen stimmen. Anders als bei den Männern entwickelte sich das Frauen-Rennen bei Eiseskälte. Die Russin Alevtina Biktimirova ergriff dabei frühzeitig die Initiative und löste sich nach 12 Kilometern von ihren Konkurrentinnen. Kontinuierlich baute sie ihren Vorsprung aus. Der war dann schließlich so groß, dass sie auch nicht mehr in Gefahr geriet, als sie ab der 35-Kilometer-Marke deutlich langsamer wurde und nach 2:34:39 Stunden ins Ziel kam. „Nachdem ich im vergangenen Jahr Vierte war, freue ich mich natürlich besonders, dass ich dieses Mal gewonnen habe", sagte Alevtina Biktimirova, die ihren zuvor größten Marathonsieg 2005 in Frankfurt gefeiert hatte. Damals gewann sie in ihrer immer noch aktuellen Bestzeit von 2:25:12 Stunden.

Diese Zeit wollte sie eigentlich in Tokio angreifen. „Deswegen bin ich auch schnell losgelaufen. Aber aufgrund der Kälte merkte ich, dass ich diese Zeit nicht erreichen kann. Deswegen ging es mir im zweiten Teil des Laufes nur noch um den Sieg." Mit fast zwei Minuten Rückstand belegte Robe Guta (Äthiopien) Rang zwei (2:36:29), Dritte wurde die Rumänin Nuta Olaru mit 2:36:42 Stunden. Maki Kono war als Vierte die beste Japanerin (2:39:01).

Text: race-news-service.com
Foto: photorun.net

 


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