
Flotte Socken - was die richtige Laufsocke ausmacht
Sie laufen, schwelgen in Gedanken, die Blicke schweifen über das Feld. Und dann kommt der Schmerz. Ein Blick in den Schuh verrät den Grund: eine Blase. Häufigste Ursache von Blasen sind schlecht passende Laufsocken, die Falten werfen dafür muss der Fuß noch nicht einmal stark belastet werden. Deshalb gilt die Faustregel: Im Zweifelsfall den Schuh etwas größer, die Socke etwas kleiner wählen.
Materialien und Schnittform sind entscheidend
Die Passform wird durch Materialien und Schnitte bestimmt. Socken mit einem hohen Anteil an Elasthan, Lycra oder Spandex passen sich dem Fuß besser an. Die Socke liegt glatt am Fuß an, ist aber so flexibel, dass der Fuß nicht eingeengt ist. Der Nachteil: Elastische Fasern können mehr Feuchtigkeit speichern. Daher versuchen viele Hersteller, mit weniger elastischen Fasern in den Socken auszukommen. Die Dehnbarkeit kann auch über spezielle Strickverfahren beeinflusst werden.
Entscheidend für die Passform ist der sichere Halt der Socke am Fuß. Sportsocken haben zwei stützende Zonen: die Beinabschlüsse und die Mittelfußstütze. Das Bündchen am Beinabschluss darf nicht zu schmal sein, sonst schneidet es ein und behindert die Blutzirkulation. Ist es zu labberig, rutscht es. Zudem sollte es nach Möglichkeit gedoppelt und dehnfähig sein. Am Mittelfuß zwischen Ballen und Ferse sitzt der zweite elastische Bereich. Die Mittelfußstütze verhindert, dass sich die Socke verdreht und die Ballenpolsterung verrutscht.
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Eine hochwertige Laufsocke ist Bestandteil
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Darauf gibt es keine eindeutige Antwort. Fakt ist: Je wettkampftauglicher die Socke ist, desto dünner macht die Industrie die Polsterung. Dies hat zwei Gründe. Erstens, weil Wettkampfläufer viel trainieren und der Fuß abgehärtet ist und zweitens, weil die Socke möglichst leicht und möglichst viel Feeling behalten soll. Die Polsterung hat eine dämpfende, eine isolierende und eine Blasen verhindernde Funktion. Die Qualität der Polsterung lässt sich durch Umstülpen erkennen. Ein Schlingenpolster aus kurzen und dicht angebrachten Schlingen ist besser als eine kleine Anzahl langer Schlingen. Auch für die Langlebigkeit sind kurze Schlingen besser.
Stark beanspruchte Stellen wie Ballen und Ferse sollten mit einer robusteren Faser (z.B. Polyamid) in den Schlingen verstärkt sein. Meistens wird dies auf der Verpackung beschrieben. Ein guter Indikator sind mehrere unterschiedliche Materialien. Diese werden gezielt zur Funktionserweiterung eingesetzt, wie Verstärkung, bessere Atmung oder weniger Reibung. Eine gute Polsterung kann eine Socke doppelt so dick machen. Sie geht vorne bis über die Zehenkappe und an der Ferse bis in den Achillessehnenbereich. Deshalb benötigt eine neue, dick gepolsterte Sportsocke einen bis zu einer halben Nummer größeren Schuh.
Wie lassen sich Blasen verhindern
Reibung ist die Ursache für Blasen. Wird die Reibung von der Polsterung schlecht aufgefangen, überträgt sich diese auf die Haut. Sobald sich die unterschiedlichen Hautlagen voneinander lösen, entsteht eine Blase. So angenehm Baumwolle häufig empfunden wird, bei Socken ist sie sowohl zu weich, um eine lange Lebensdauer zu gewährleisten, als auch zu rau, so dass sie Blasen fördert.
Zwei Ansätze sind wichtig gegen Blasen: Man kann beim Fußklima ansetzen und am Socken. So genannte Liner oder Unterziehsocken werden so eng und fein gestrickt, dass die Oberfläche glatt ist und Reibung kaum weiter gegeben werden kann. Darüber hinaus hält ein Liner als Unterziehsocken den Fuß trocken. Allerdings besteht die Gefahr, dass Liner oder Überziehsocken eine Falte schlagen. Doppellagige Socken sollen dieses Dilemma vermeiden, indem nicht die Haut am Socken reibt, sondern die zwei Schichten gegeneinander. Auch Teflonfasern werden als Blasenschutz eingesetzt, weil der Widerstand zwischen Haut und Socke durch die glatte Faseroberfläche vermindert wird.
Atmungsaktive Schuhe bringt das was
Atmungsaktivität und Feuchtigkeitstransport (Wicking-Effekt) sind zu Schlüsselthemen geworden auch bei Socken. Immerhin ist feuchte Haut extrem anfällig für Blasen.
Wenn es nicht gerade wasserdichte Laufschuhe sind, sondern solche mit Mesh-Strukturen, ist die Atmung unproblematisch. Die meisten Laufsocken haben ein Wicking-Material integriert wie CoolMax oder Polypropylen (PP Olefin ist auch ein PP). Merino-Wolle hat selber Wicking-Fähigkeiten und kann Nässe speichern, ohne sich nass anzufühlen. CoolMax ist eine PES-4-Kanal Faser von DuPont mit sehr guten Wicking-Werten und einer ausgezeichneten Trocknungsfähigkeit. Dadurch wird der Schweiß schnell nach außen gebracht. Die Socke ist schneller wieder trocken. Auch PP hat ausgezeichnete Feuchtigkeitstransportwerte und trocknet sehr schnell. Das liegt an der geringen Wasseraufnahme der Faser (etwa 0,05 Prozent des Eigengewichts).
Manche Socken nutzen Fasern mit so genannten Push-Pull-Funktionen, um den Feuchtigkeitstransport zu beschleunigen. Am Rist und Schaft werden Nässe ansaugende Fasern eingesetzt, an der Sohle Nässe abstoßende Fasern. Dadurch wird die Feuchtigkeit nach oben aus dem Schuh gezogen, wo sie verdampfen kann. Viele Laufsocken haben auch Belüftungskanäle, die mithilfe des Pump- und Ansaugeffektes, der beim Auftreten und Abstoßen entsteht, funktionieren.
Was können moderne Sportsocken noch
Die Belastung von Bändern und Gelenken ist beim Laufen besonders hoch. Zwar versuchen die verschiedenen Schuhtypen, Fußfehlstellungen beim Auftritt und Abrollen zu mildern, es lässt sich aber noch mehr tun. Sportbandagen sind eine Möglichkeit. Manche Socken haben eine Muskel und Bänder stabilisierende Wirkung. X-Cross Bandagen um die Knöchel stabilisieren den Gelenkapparat und geben zusätzlichen Halt gegen Umknicken.
Die neueste Entwicklung sind Energizing Socks. Dahinter verbergen sich kniehohe Socken, die den Wadenmuskel umschließen und stabilisieren und dadurch die Muskelleistung erhöhen sollen. Diese Socken üben Druck auf den Unterschenkel aus, der zweierlei bewirkt: Erstens werden Muskelschwankungen, die zu einem Kraftverlust führen, vermindert und zweitens fördert der straffe Sitz den Rücktransport des Blutes zum Herzen. Das verzögert ein Ermüden der Beine und gibt mehr Kraft und Energie das sagen zumindest die Hersteller. Aber, siehe da: Auch die Wissenschaft bestätigt diesen Effekt. Verschiedene Sportwissenschaftliche Institute haben einen Leistungszuwachs um bis zu sechs Prozent ermittelt.
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