
Pulsuhren - Trainer am Handgelenk
Die eigene Laufgeschwindigkeit einzuschätzen ist sehr schwer. Wer mit Herzfrequenzmesser trainiert, kann sich vor Überlastung schützen. Er kann den Puls anzeigen und damit signalisieren, ob Sie mit der richtigen Trainingsintensität laufen.
Taktgeber des Menschen
Das Herz ist der Motor der Maschine Mensch und gibt den Takt vor. Im Ruhezustand schlägt das Herz etwa 70 Mal pro Minute. Die maximale Herzschlagfrequenz kann dreimal so hoch liegen. Mit jedem Herzschlag pumpt das Herz Blut durch den Körper und versorgt die Zellen mit allen lebenswichtigen Nährstoffen und Sauerstoff. Bis zu 100 Milliliter Blut fließen pro Schlag durch die Adern. Bei 70 Schlägen in der Minute macht das rund sieben Liter, in der Stunde über 400 und am Tag etwa 10.000 Liter. Eine erstaunliche Leistung für einen Muskel, der 300 Gramm wiegt.
Das Herz möchte gefordert werden. Allerdings schlägt jedes Herz anders. Selbst eineiige Zwillinge mit identischem Gewicht und identischer Größe können unterschiedliche Ruhe-, Belastungs- und Maximal-Herzfrequenzen haben. Deshalb sollte am Beginn der Trainingsarbeit mit einem Herzfrequenzmessgerät ein ausgiebiger Test unter Berücksichtigung verschiedener Parameter stehen.
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Wer mit Pulsuhr trainiert, kann die
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Mittlerweile trainieren Anfänger, Ambitionierte und Profis gleichermaßen mit einem Herzfrequenzmessgerät. Man kann mit ihnen in allen Leistungsstufen trainieren, den Körper im wahrsten Sinne des Wortes im Auge behalten, die Intensität steuern und Überlastungen vermeiden. Entscheidend ist der jeweilige Trainingsbereich, in dem man agiert. In der Theorie werden die Bereiche anhand des prozentualen Anteiles der maximalen Herzfrequenz (HFmax) errechnet.
Viele Pulsuhren sind mittlerweile in der Lage, die HFmax zu ermitteln. Allerdings sind die Fehlerquellen dabei immer noch recht hoch. Auch die Faustformel 220 minus Lebensalter (bei Männern) beziehunsgweise 226 minus Lebensalter (bei Frauen) liefert nur einen Näherungswert. Exakt lässt sich die maximale Herzfrequenz nur mithilfe einer Leistungsdiagnostik ermitteln.
Einen guten Anhaltspunkt bietet folgender Test: Wärmen Sie sich wie gewohnt auf, steigern Sie Ihr Tempo jede Minute so, dass Ihr Puls um jeweils zehn Schläge ansteigt. Wenn Sie eine Steigerung nicht mehr realisieren können, versuchen Sie noch für ein paar Meter Ihr Tempo zu steigern und messen Sie direkt nach der Belastung Ihren Puls.
Der Bereich, in dem Gesundheitstraining stattfindet, liegt bei etwa 50 bis 60 Prozent der HFmax und eignet sich für Sportanfänger. Als ideale Trainingsbereiche gelten der Grundlagenausdauerbereich von 60 bis 75 Prozent der HFmax sowie der intensive Ausdauerbereich mit etwa 75 bis 85 Prozent der HFmax. Der anaerobe Schwellenbereich liegt jenseits der 85 bis 90 Prozent der HFmax. In diesem Bereich sollten maximal zehn Prozent des gesamten Trainings durchgeführt werden.
Trainingsempfehlungen
Hat man seinen persönlichen Trainingsbereich ermittelt, muss man die Uhr mit den persönlichen Körperdaten füttern, damit sie zur richtigen Zeit auch das richtige Signal aussendet wenn man die festgelegte Zone unter- oder überschreitet. Erst das macht das Training einfacher, weil man unterwegs nicht ständig rechnen, geschweige denn aufpassen muss.
Moderne Herzfrequenzmessgeräte haben heute unzählige integrierte Trainingsprogramme und sonstige Funktionen. Viele Modelle sind richtige Handgelenkstrainer und signalisieren durch Vergleiche mit früheren Trainingseinheiten, wann und in welcher Intensität man trainieren sollte. Wer gut mit einem solchen Trainingsprogramm umgehen kann, kann anhand von Veränderungen der Trainingswerte sogar auf Infekte oder Entzündungen im Körper schließen und diese vorbeugend behandeln bzw. rechtzeitig Belastungen reduzieren.
Untersuchungen haben ergeben, dass die meisten Läufer lediglich drei Funktionen an ihrem Laufcomputer wirklich nutzen: die Uhr, die Stoppuhr und die HF-Anzeige. Da viele Läufer und Läuferinnen mit dem Hintergedanken unterwegs sind, nicht zuzunehmen, sollte man sich zumindest mit der Funktion des Kalorienverbrauchs noch bekannt machen. Selbst die beste und teuerste Uhr am Handgelenk teilt Ihnen aber nicht mit, wie viele Kalorien Sie im Laufe eines Tages aufgenommen haben. Wer wirklich abnehmen will, hat zwar mit der Pulsuhr einen Helfer, aber die Essgewohnheiten muss jeder selber in den Griff bekommen.
Welche Uhr für wen
Nicht jeder braucht gleich ein Herzfrequenzmessgerät für Profis. Bis man alle Funktionen verstanden hat, geht schnell der Spaß verloren und die Uhr bleibt zu Hause in der Schublade und da hat sie noch niemandem geholfen. Wichtig ist natürlich, die Funktionen der Uhr auch zu verstehen. Daher ist es hilfreich, das Gerät in einem Fachgeschäft zu kaufen. Dort können Sie in der Regel verschiedene Uhren testen und bekommen auch Hilfestellung in Sachen Bedienung.
Gute Einsteigeruhren für Freizeit- und Breitensportler gibt es bereits ab etwa 60 Euro in Markenqualität. Sie haben alle die Grundfunktionen Herzfrequenzanzeige, Unter- und Obergrenze mit Alarm beim Verlassen des eingegebenen Bereichs, dazu Zeiten und Zwischenzeiten und häufig auch Kalorienverbrauch.
Auch hochwertige und sehr professionelle Uhren, die für ambitionierte Läufer richtige Trainingsbegleiter sind und unzählige Werte sammeln, in Beziehung zu anderen stellen, dazu Tendenzen und Entwicklungen aufzeigen, müssen nicht über 150 bis 170 Euro liegen.
Dass es auf dem Markt auch unzählige Herzfrequenzmesser gibt, die preislich weit über 200 Euro kosten, liegt an der Fülle weiterer möglicher Zusatzfunktionen. Integrierte Barometer, Höhenmesser, Kompasse, GPS, Infrarot-Datenübertragung, Interface zum PC und andere Spielereien machen die Geräte teuer. Da muss jeder selbst entscheiden, ob diese Funktionen ihm das Geld wert sind. Die Grundfunktionen zeigen jedenfalls die gleichen Zahlen an, wie die deutlich günstigeren Modelle. Und selber laufen muss man bei allen Geräten weiterhin sowieso.
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