
Ein intakter Stoffwechsel
Die Formel klingt sehr einfach: intakter Stoffwechsel gleich höhere Leistungsfähigkeit. Hinter ihr verbergen sich eine Reihe von Fakten, deren Bedeutung jeder kennen sollte, der seine Laufleistungen verbessern möchte. Vor allem beim Ausdauersport ist es wichtig, dass alle Systeme miteinander harmonieren und gleichmäßig belastbar sind, um ökonomisch zusammenarbeiten zu können. Basis für eine entsprechende Ökonomie ist eine gute Versorgung mit Vitalstoffen. Denn diese sind es, die dem Stoffwechsel wertvolle Schrittmacherdienste leisten.
Energiegewinnung durch Sauerstoff
Bei körperlicher Aktivität werden hauptsächlich Kohlenhydrate, Fette und Eiweiße zur Energiegewinnung herangezogen. Eiweiße werden jedoch nur im Notfall (bei Hunger oder extremer körperlicher Belastung) aktiviert, da der Körper hier ansonsten seine eigenen organischen Strukturen angreifen und verzehren würde. Die Blutgefäße sind für den Energie- und Vitalstoffnachschub zuständig. Vor allem auf die Vitalstoffe kommt es an, denn sie sind für unseren Organismus von enormer Bedeutung. Sie stehen den Zellen nicht direkt zur Verfügung, sondern müssen ähnlich wie das Benzin in einem Motor zuerst verbrannt werden, um Bewegung erzeugen zu können. Das geschieht in speziellen Zellorganen, den so genannten Mitochondrien. Sie üben in jeder Muskelzelle die Funktion eines Mini-Kraftwerks aus.
Da wir in unserem Alltag meist nur kurzfristig belastet werden, nutzt der Organismus zunächst die vorhandenen Kohlenhydrate, um unter Verwendung von Sauerstoff Energie bereitzustellen. Dieser aerobe Weg ist für den Körper der effektivere und einfachere.
Bei längerer körperlicher Belastung deckt der menschliche Organismus zunächst über die sauerstoffabhängige Verbrennung von Fetten den Energiebedarf. Diese Form der Energiegewinnung hat zwei Vorteile: Sie lässt sich zunächst einmal trainieren. Dabei wird kein Laktat gebildet, so dass der Organismus nicht so rasch ermüdet. Von Nachteil ist aber, dass durch die Verbrennung von Fetten im Muskel nur relativ wenig Energie pro Zeiteinheit gebildet werden kann. Mit Training und hochwertigen Nährstoffen indes kann man dieses Manko ausgleichen.
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Gesunde Energiespender: Die in Obst reichlich enthaltenen
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Anaerober Stoffwechsel
Bei anspruchsvolleren Leistungen wird dann zunächst auf den sauerstofflosen und laktatfreien Stoffwechsel umgestellt, dessen Reserven aber meist nur für wenige Sekunden ausreichen. Bei weiterer Belastung schließt sich die sauerstofflose (anaerobe) und laktat-produzierende (laktazide) Energiegewinnung aus Kohlenhydraten an. Im Gegensatz zum aeroben Stoffwechsel, wo das Laktat mit genügend Sauerstoff weiterverarbeitet werden kann, lagert es sich beim anaeroben Stoffwechsel im Muskel ab. Ein Zustand, der als Übersäuerung bekannt ist und der letztendlich zur Ermüdung der Muskulatur führt. Wer also seine Leistung optimieren will, muss die sauerstoffabhängige Verbrennung von Fetten verbessern. Dazu sollten zwei Dinge ineinander greifen: zum einen ein gut austariertes Training mit ausreichender Regeneration; zum anderen eine optimale Versorgung mit hochwertigen, möglichst natürlichen Vitalstoffen und dies täglich. Untrainierte Personen gewinnen rund 60 Prozent der Energie aus dem Fettstoffwechsel, trainierte etwa 80 Prozent allerdings nur in Kombination mit einer ausreichenden Vitalstoffzufuhr.
Vitalstoffe dienen im Stoffwechsel gleichzeitig als Katalysatoren und Substrate: Sie beschleunigen die Reaktionen und werden teilweise dabei verbraucht. Die folgende Liste gibt einen Überblick über wichtige Vitalstoffe und ihre Rolle beim Energiestoffwechsel:
L-Carnitin
Transportiert Fette in die Mitochondrien und sorgt damit für ausreichenden Nachschub an Kraftstoff
Coenzym Q10
Beschleunigt in den Mitochondrien die Reaktionen in der so genannten Atmungskette; ist auch entscheidend für die Leistungsfähigkeit der Herzmuskulatur
Vitamin-B-Komplex (inkl. Folsäure und Pantothensäure)
Unterstützt einen optimalen Energiestoffwechsel und die Verbrennung von Fetten und Kohlenhydraten
Magnesium
Ist beteiligt an allen Energie produzierenden Prozessen und verbessert die Muskelfunktion
Vitamin C
Optimiert die Fähigkeit des Muskels, Fett zu verbrennen
Zink
Wichtiger Bestandteil vieler Enzymsysteme, die am Energie- und Neurotransmitterstoffwechsel beteiligt sind
Chrom
Spielt eine wichtige Rolle im Zucker- und Fettsäurestoffwechsel
Folgende Anpassungen im Organismus sind durch Training und optimale Vitalstoffzufuhr zu erreichen:
>>> Verbesserte intramuskuläre Blutverteilung
>>> Eröffnung von Ruhekapillaren (= bisher nicht benötigte kleinste Blutgefäße) zur Verbesserung der Sauerstoffversorgung
>>> Vergrößerung und Vermehrung von Mitochondrien
>>> Vermehrung und erhöhte Aktivität wirksamer Enzyme
>>> Vergrößerung des Glykogendepots
>>> Verbesserte Produktion von Neurotransmittern und Hormonen zur optimalen Steuerung von Muskeln und Stoffwechselprozessen
>>> Verbesserung der Psyche (Spaßfaktor, Motivation, Konzentration)
In letzter Zeit sind Probleme bei der Funktion der Mitochondrien in den Blickpunkt der medizinischen Wissenschaft gerückt. Danach stehen etliche chronische Erkrankungen wohl zumindest teilweise mit einer Dysfunktion dieser Mini-Zellkraftwerke in Verbindung. Doch auch Alltagserscheinungen wie plötzlich auftretende Müdigkeit, rasche Erschöpfung, hohe Cholesterin- oder Laktat-Werte, Muskelschwäche, Konzentrationsstörungen oder Gelenkentzündungen können Anzeichen für eine Störung der Mitochondrienfunktion sein.
Neben erblichen Komponenten spielen bei der individuellen Ausprägung der Symptome vor allem Medikamente (Antibiotika, Cholesterinsenker, Potenzmittel u.a.), oxidativer Stress und ein damit verbundener Vitalstoffmangel eine wesentliche Rolle.
Zur Vorbeugung und Behandlung einer Mitochondrien-Dysfunktion raten Fachleute zur Einnahme folgender Vitalstoffe:
>>> Vitamine E, B1, B2, C und K
>>> Coenzym Q10
>>> L-Carnitin
>>>Spurenelemente Selen, Kupfer und Mangan
>>> Omega-3-Fettsäuren
Wie beim Training, so ist auch bei der Vitalstoffzufuhr weniger die Quantität, sondern vielmehr die Qualität der Schlüssel zum Erfolg. Hochwertige Ergänzungen zeichnen sich durch ihre naturnahe und komplexe Zusammensetzung aus. Dadurch erreichen sie Synergieeffekte, die wiederum für eine deutlich bessere Wirkung und eine optimale Aufnahme sorgen. Ebenso wichtig ist die regelmäßige, tägliche Zufuhr, da viele der zigtausend Vitalstoffe im Körper nicht gespeichert werden können. Und das schwächste Glied der Kette bestimmt nun einmal die Geschwindigkeit der Stoffwechselabläufe.
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