
Energie-Gels
Die Gels lassen sich während des Laufens direkt aus dem Beutel konsumieren. Sie belasten den Verdauungstrakt wenig, der während des Laufens schlecht durchblutet ist. Viele Marathonläufer haben darum während längerer Belastung keinen Appetit oder fühlen Unwohlsein beim Essen. Die Kohlenhydratmischungen der Gele sind im Gegensatz zu den Kohlenhydraten in unseren natürlichen Lebensmitteln so zusammengesetzt, dass sie schnell aus dem Verdauungstrakt ins Blut übergehen, ohne dabei Blutzuckerspitzen auszulösen, denen ein Leistungsabfall durch anschließende Unterzuckerung folgt. Die Kohlenhydrate aus den Gels gelangen schon nach fünf bis fünfzehn Minuten ins Blut.
Zum Vergleich: Der Zucker aus einer Banane steht erst nach 90 Minuten voll zur Verfügung. Feste Nahrungsmittel hemmen außerdem die Magenentleerung. Sie quellen auf, wobei Wasser im Magen gebunden wird, das der Körper während des Laufens an anderer Stelle besser einsetzen könnte. Das Magenvolumen erhöht sich, die Wasserbilanz verschlechtert sich. Der Läufer atmet schwerer, Lethargie, Blähungen und sogar Schwindel können auftreten. Außerdem muss feste Nahrung gekaut werden, was das Atmen erschwert. Die Gels dagegen lassen sich ungekaut schlucken, die Atmung wird nicht behindert.
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Energie-Gels versorgen den Körper schnell und
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Nur mit Flüssigkeit
Allerdings sollten die Gels nicht verzehrt werden, ohne dazu zu trinken. Denn durch die hohe Konzentration an Kohlenhydraten entziehen auch sie dem Körper Flüssigkeit. Experten empfehlen, pro Gel-Beutel im Rennen o,2 Liter zu trinken. Alternativ lassen sich die Gels in einer Trinkflasche mit Wasser auflösen. Ohne zusätzliche Wasseraufnahme kommen Läufer aus, die auf die so genannten Gummibärchen von Squeezy oder die Gel-Chips von Ultrasports setzen.
Die Gels kosten pro Beutel zwischen 0,75 und 1,20 Euro. Sie sind hygienisch verpackt und können beim Laufen in der kleinsten Tasche mitgenommen werden, ohne auszulaufen.
Zur Erleichterung der Resorption der Kohlenhydrate, und weil diese Mineralien während sportlicher Leistung dringend gebraucht werden, sind vielen Gels Mineralstoffe wie Natrium und Kalium zugesetzt. Außerdem werden sie mit B-Vitaminen, Vitamin C und Vitamin E aufgepeppt. Weil es Hinweise gibt, dass eine kombinierte Aufnahme von Kohlenhydraten und Aminosäuren die Leistungsfähigkeit bei längeren Ausdauerleistungen steigert, enthalten einige Gels verschiedene Aminosäuren.
Eigene Erfahrungen machen
Ein Spezialmittel für die letzten Kilometer ist das Squeezy-Gel mit Coca Cola-Geschmack: Es enthält Glucose statt Fructose und dazu Koffein. Kurz vor dem Ziel kann der Körper Glucose brauchen, die den Blutzuckerspiegel wieder ansteigen lässt. Und Koffein, das auch in anderen Gels enthalten ist, wirkt sich positiv auf die Stimmung aus.
Ob Gels, Gel-Chips oder Gummibärchen das Richtige sind, sollte jeder Läufer im Training für sich selbst testen. Kein Läufer sollte den Fehler machen, neue Produkte im Wettkampf zum ersten Mal zu probieren. Überflüssig werden Sportriegel oder feste Nahrungsmittel trotz aller Vorteile der Gels aber nicht. Wer während sportlicher Leistung etwas im Magen braucht, sollte weiterhin auf feste Nahrungsmittel zurückgreifen.
Und trifft Sie die Unterzuckerung mit Hungerast trotz aller Vorsorge, hilft nur: Pause machen, dem Körper Kohlenhydrate zuführen, trinken und erst dann weiterlaufen, wenn Sie sich einigermaßen erholt haben.
Energie-Gel zum Selbermachen:
Zutaten:
> 1-4 EL Maisstärke
> 2-6 EL Fruchtzucker
> 1 l Wasser
> einige EL Maltodextrin
> 1 Msp Ascorbinsäure (zur Haltbarmachung)
Zubereitung:
Die Maisstärke in kaltes Wasser einrühren. 2-6 EL Fructose auflösen. Das Gemisch auf dem Herd erhitzen. Kurz vor dem Siedepunkt dickt die Mischung geleeartig ein. Jetzt kräftig rühren, damit die Soße nicht klumpt. Vom Herd nehmen und nach dem Abkühlen Maltodextrin und Ascorbinsäure einrühren.
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