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06.02.2012
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RATGEBER
Ernährung

Wirksam wie Wasser

Die Ernährungswissenschaftler der Gesellschaft für Ernährungsmedizin und Diätetik haben unterschiedlichen Schlankheitsmittel unter die wissenschaftliche Lupe genommen. Die gute Nachricht: Nicht alle sind wirkungslos. Dafür gibt es einige, die überflüssig oder sogar gefährlich sind. Dazu gehören die so genannten Appetitzügler, die Amphetamine oder Ephedrin enthalten. Sie sorgen dafür, dass das Gehirn ein mögliches Hungergefühl nicht mehr wahrnimmt. Doch zuviel des Guten kann mitunter sogar tödlich enden, wie das Bundesinstitut für Arzneimittel warnt.

 

Die meisten Appetitzügler sind sind so wirksam
wie zwei große Gläser Wasser eine halbe Stunde
vor der Mahlzeit

 

Hungergefühl unterdrücken
Viele Schlankheitsprodukte setzen darauf, Hunger gar nicht erst entstehen zu lassen. Quellmittel sollen den Magen füllen und den Geist überlisten, Ballaststoffe dafür sorgen, dass die Mahlzeiten langsamer verdaut werden und daher länger sättigen. Diese Produkte sind so effektiv wie zwei Gläser Wasser eine halbe Stunde vor einer Mahlzeit nur wesentlich teurer.
Der vermeintliche Fettmagnet Chitosan hat in einer wissenschaftlichen Studie komplett versagt: Die aus Krabbenschalen gewonnene Substanz bewirkt keinen klinisch signifikanten Gewichtsverlust im Vergleich zu einem Placebopräparat, so der Artikel im International Journal of Obesity 2004. Das Arzneimittel Xenical hingegen bindet wirklich Fett und sorgt dafür, dass es wieder ausgeschieden wird. Fettigen oder flüssigen Stuhlgang mit Blähungen gibts gratis dazu.

L-Carnithin steigert den Energieverbrauch
Interessant für Läufer: Die Aminosäure L-Carnitin kann die Thermogenese und damit den Energieverbrauch steigern. Wird dazu noch Sport getrieben, kommt es auch zu einer Veränderung der Körperzusammensetzung. Die Fettmasse nimmt ab, der Muskelanteil zu. Das gilt übrigens auch für andere Aminosäuren, mit denen Brustschwimm-Weltmeisters Mark Warnecke innerhalb kürzester Zeit 18 Kilo abgenommen und gleichzeitig Muskulatur zugelegt haben soll. Wissenschaftler diskutieren noch, welche der vielen weiteren Aminosäuren noch dafür verantwortlich sein könnten. Wir empfehlen, es selbst auszuprobieren. Eine mögliche Nebenwirkung könnte ein Anstieg der Libido sein. Dagegen hat nicht nur die Wissenschaft grundsätzlich nichts einzuwenden.


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